Niederlausitz Schwarze Pumpe

Gruppe im Boxer-Klub e. V. Sitz München, Landesgruppe Berlin-Brandenburg

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Boxerzwinger „von der Kühnichter Heide”

Harald Karpuk

 

Haralds Hunde
Deutscher Boxerzwinger „ v. d. Kühnichter Heide ”
1982 bis 2006 u. weiter

 

Boxerzwinger „von der Kühnichter Heide”
Bes. Harald Karpuk
Wagnerstr. 14 OT. Schwarze Pumpe
03130 Spremberg
Tel. 03564/30020 oder 01759522747
E-Mail: Mail-Kontakt

 

Vor genau 30 Jahren, nämlich im Januar 1977, habe ich meinen ersten Boxer, die Hündin Exe v. Sachsenland erworben. Die Entscheidung für diese Rasse war die logische Folge mehrerer damals gewonnener Erkenntnisse:

1. idealer Familienhund für die Wohnungshaltung
2. kurzhaarig und somit geringer Pflegeaufwand
3. natürlich vorhandene Härte und Schärfe
4. Eignung als Dienst und Gebrauchshund und somit gute Voraussetzungen zur Ausübung der hundesportlichen Betätigung
5. der Deutsche Boxer ist zu 85% Mensch und zu 15% Hund

Leider konnte ich mich an meiner Exe (Jana) nicht lange erfreuen. Sie wurde durch einen tragischen Unglücksfall 1979 jäh aus ihrem jungen Leben gerissen.
Nach dem Motto: “Einmal Boxer- immer Boxer“ erwarb ich noch im gleichen Jahr die Hündin Dany v. d. Parkwacht eine Tochter des Rüden Gero Bonanzzo Bohemia. Mit Dany begann dann auch der hundesportliche Teil meines Lebens, den ich bis heute mit all seinen Höhen und Tiefen durchlebt habe.
1982, als alle Zuchtregularien mit Dany absolviert waren, wagte ich den züchterischen Start.
Zu DDR- Zeiten benötigte man eine Abrichteprüfung (SchH1 oder FH1 oder PSH1). Daran werden sich bestimmt noch viele Sportfreunde erinnern.
Mit dem Beginn der züchterischen Tätigkeit blieb zwangsläufig die sportliche Betätigung etwas auf der Strecke, aber Zeit zur Ausbildung fand ich immer.
Zu dieser Zeit, nämlich im Jahre 1981, erlöste ich meinen ersten Rüden aus Mitleid aus einem Hinterhof von der Kette. Anko v. Neißetal dankte mir diese Tat mit toller Arbeit auf dem Hundeplatz. Auf seinem Konto stehen:
- 3x die SchH 1
- 1x die SchH 2
- 5x die SchH 3 (davon 1x die Qualifikation für die Bezirksmeisterschaft Cottbus)
- 2x die FH 1 und
- 1x PSH 1
Im Jahre 1987 sagte Anko zu mir: „Machs gut Alter, wir waren ein tolles Team, ich liebe Dich “ und verabschiedete sich in den Hundehimmel. Ich werde ihn nie vergessen. Es hängt heute noch eine Kohlestiftzeichnung als ewiges Andenken an der Wand. Im Laufe meiner hundesportlichen Tätigkeit habe ich es noch mit 2 Rüden versucht. Camillo v. d. Kühnichter Heide ( SchH 1 und angekört ) und dem Ungarn Xeraya Eddy (SchH 1) beide kamen je 2x in der Zucht zum Einsatz. Ihr Boxerdasein beendeten beide in meinen Armen. Jedesmal ging auch ein Stück von mir in die ewigen Jagdgründe ein.
Mit der Wende und den sich damit verbundenen Unübersichtlichkeiten im Umgang mit unserer Rasse stellte ich mich den organisatorischen Wiederfindungsproblemen zur Verfügung. Noch in den Wendezeiten gründeten wir den Boxerklub der DDR in Zehmitz und schafften so die ersten Grundlagen für eine sinnvolle Eingliederung in den Boxerklub München. Den nächsten Schritt vollzogen wir mit der Gründung der Gruppe „Lausitz” in Lübbenau. Damit hatten wir die meisten züchterisch und sportlich aktiven Boxerfreunde des ehemaligen Bezirkes Cottbus erfasst. Unsere konkrete Zugehörigkeit zu Berlin- Brandenburg haben wir einfordern müssen, weil man uns fälschlicherweise dem „Sächsischen” zugeordnet hatte.
In der Gruppe Lausitz waren wir uns einig, dass dieser Zustand nur ein vorübergehender sein konnte, weil die territorialen Schwierigkeiten (z.B. weite Anfahrtswege, Vielen, bes. Jugendlichen fehlte ein PKW) die Arbeit in Lübbenau sehr kompliziert machte. Im Jahre 1992/1993 liefen unter meiner Federführung die Vorbereitungen zur Gründung der Gruppe Niederlausitz. Nachdem das Ausbildungsgelände in Schwarze Pumpe gesichert
war, konnten wir, den für uns historischen Akt am 28.02.1992 vollziehen.
Heute sind wir die Gruppe „Niederlausitz Schw. Pumpe” mit einem wunderschönem Ausbildungsgelände in Schwarze Pumpe Wagnerstrasse.
Seit der Gründung bekleide ich das Amt des 1. Vors. und des Gruppenzuchtwartes und stehe bei Wiederwahl selbstverständlich weiter zur Verfügung.

Wie eingangs bereits erwähnte, fiel 1982 der erste Wurf in meinem Zwinger „von der Kühnichter Heide”.
Zu DDR - Zeiten habe ich 5 Würfe erfolgreich aufgezogen und auch 5 unterschiedliche Deckrüden eingesetzt. Diese 5 Würfe sind in Linie auf Dany v. d. Parkwacht gezogen.
Leider war die Fehlerbelastung (Hasenscharten/ Wolfsrachen) groß, dass ich gezwungen war, mich in eine neue Linie einzukaufen. Die Hündin Cosy v. Sonnenhügel hat mir von 1991 bis 1994 vier Würfe mit 16 Fehlerfreien Welpen geschenkt. Ich züchte heute in der fünften Generation auf Cosy. Zurzeit repräsentieren Zui v. d. Kühnichter Heide und ihre Tochter Gloria v. d. Kühnichter Heide meinen Zwinger.
Meine „Alte” Quenja v. d. Kühnichter Heide hat sich leider inzwischen in den Hundehimmel verabschiedet.
Insgesamt kamen in meinem Zwinger 9 Hündinnen und 28 Rüden zum züchterischen Einsatz. Der Buchstabe „H” wird die Namen meines nächsten Wurfes hoffentlich noch in diesem Jahr, bestimmen.
Einzig und allein meine Boxer sind daran schuld, dass ich 1992 ein kleines Häuschen in Schwarze Pumpe erwarb, um mit ihnen in herrlicher Boxervielsamkeit und hoffentlich noch sehr sehr lange leben kann.

Mein Leben gehörte, gehört, und wird immer dieser Rasse gehören.